Weiden

Der Juraort Weiden liegt auf einer Hochebene östlich des Kleinziegenfelder Tals. Die Ortschaft war bis Ende 1976 eigenständig; am 1. Januar 1977 folgte die Eingemeindung nach Weismain.

Kirche St. Andreas in WeidenSehenswert ist die katholische Filialkirche St. Andreas, die am nördlichen Ortsrand liegt und vom örtlichen Friedhof umgeben ist. Die Friedhofsmauer verleiht der Kirche einen wehrhaften Charakter.

1382 wird die Kirche erstmals in der schriftlichen Überlieferung erwähnt. Das Untergeschoss des Turms und vielleicht auch ein Teil des Kirchenschiffs stammen noch aus dem 12./13. Jahrhundert. Im Chor ist das spätmittelalterliche Gewölbe gut zu erkennen.

Im Dreißigjährigen Krieg brannte die Weidener Kirche nieder, und 1654 war sie erst notdürftig wiederhergestellt. Im 18. und 19. Jahrhundert folgten weitere Umbauten. Die letzte umfassende Restaurierung im Jahr 2011 brachte eine alte Holzdecke wieder ans Tageslicht, die der Kirche heute ihren ursprünglichen Charakter verleiht.

Hochaltar der Weidener KircheDer Hochaltar im Chor stammt aus der Mitte des 18. Jahrhunderts. Über der Darstellung des Hl. Andreas ist das Wappen des Geistlichen Stephan Mösinger zu sehen, der 1734 zum Abt von Kloster Langheim gewählt wurde.

1888 schlossen sich Weiden, Modschiedel, Fesselsdorf, Buckendorf und Wotzendorf zu einer Wassergenossenschaft zusammen. Das Lichtenfelser Tagblatt berichtete: Mit Aufbietung aller Kräfte und nach riesigen Anstrengungen war das Wasserwerk in 4 Monaten fertig gestellt und konnte am 6. Oktober in den Gebirgsorten das aus den 10 Brunnenausläufern fließende Wasser unter Jubel und Böllerschüssen von der freudig erregten Bevölkerung begrüßt werden. Alt und Jung weinten vor Freude, das längst ersehnte, stets vergeblich angestrebte Wasser in Hülle und Fülle bei ihren Heimstätten auslaufen zu sehen.

Eine großartige Gemeinschaftsleistung war auch der Ausbau des Weidener Bergs. An den beschwerlichen Bau der Verbindungsstraße vom Kleinziegenfelder Tal nach Weiden erinnert heute noch eine Bronzetafel: Selbst erbaut von den Männern und Frauen aus Weiden in den Jahren 1927 – 1930 – 1932.

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Weiden 50.029456, 11.232545 OT Weiden