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Staatspreis für die Flurneuordnung im Oberfränkischen Jura

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Staatspreise für vorbildliche Projekte im ländlichen Raum

Für vorbildliche Projekte der Ländlichen Entwicklung verleiht Landwirtschaftsministerin Michaela Kaniber neun Staatspreise sowie einen Innovationspreis im Rahmen des Wettbewerbs „Land.Dorf.Zukunft“. Die mit je 5.000 Euro dotierten Staatspreise gehen in der Kategorie „Umfassende Leistungen zur Stärkung des ländlichen Raums“ an die Dorferneuerung Perasdorf (Lkr. Straubing-Bogen), an die Integrierte Ländliche Entwicklung (ILE) Holzwinkel-Altenmünster (Lkr. Augsburg) und an die Dorferneuerung Gutenstetten (Lkr. Neustadt a.d. Aisch-Bad-Windsheim).

In der Kategorie „Herausragende Leistungen zur Stärkung der biologischen Vielfalt“ erhalten die Flurneuordnungen im Oberfränkischen Jura (Lkr. Kulmbach und Lichtenfels), die Flurneuordnung Dattenhausen (Lkr. Dillingen a.d.Donau) und die Flurneuordnungen in der ILE Donau-Laber Staatspreise. Bei der Kategorie „Herausragende Leistungen im Bereich Klimaschutz und Anpassung an den Klimawandel“ werden dieses Jahr die Flurneuordnung Schönthal (Lkr. Cham), die Waldneuordnung Üchtelhausen (Lkr. Schweinfurt) sowie die Dorferneuerung und Flurneuordnung Oberlauterbach (Lkr. Pfaffenhofen) ausgezeichnet. Zudem wird ein mit 2.500 Euro dotierter Innovationspreis an die ILE Aurachzenn (Lkr. Neustadt a.d. Aisch-Bad Windsheim) für den Solarbiotopverbund vergeben.

„All diese Beispiele zeigen auf wunderbare Art und Weise, dass Bürger und Kommunen zusammen mit den Ämtern für Ländliche Entwicklung ihre Heimat immer noch ein Stückchen attraktiver machen können. Sie zeigen herausragende Erfolge für die Entwicklung des ländlichen Raums. Bei all den Projekten wird deutlich, wie erfolgreich die Akteure vor Ort sind, wenn sie zusammen an einem Strang ziehen und viele Ideen einbringen“, so die Ministerin in ihrem Gratulationsschreiben an die Sieger.
Der alle zwei Jahre stattfindende Wettbewerb ist besonders auf die Kriterien der Nachhaltigkeit ausgerichtet. In diesem Jahr standen die Themen „Stärkung der biologischen Vielfalt“ und „Klimaschutz und Anpassung an den Klimawandel“ besonders im Fokus. Zudem müssen alle Projekte dem integrierten Ansatz entsprechen, zur Zukunftssicherung vitaler ländlicher Räume beitragen und dem Grundsatz einer aktiven Bürgerbeteiligung gerecht werden.

Zu den oben erwähnten Flurneuordnungen im Oberfränkischen Jura (Lkr. Kulmbach und Lichtenfels) gehören die Verfahren Fesselsdorf, Modschiedel, Seubersdorf, Weiden und Zultenberg, die den Staatspreis des Bayer. Staatsministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten in der Kategorie „Herausragende Leistungen zur Stärkung der biologischen Vielfalt“ erhalten. Hier wurde besonders die Schaffung von Lebensraum für die Feldlerche gewürdigt, bei der Artenschutz und Landwirtschaft Hand in Hand gehen. Die Landschaft um Zultenberg bietet sehr gute Lebensbedingungen für die Feldlerche. Um nach der Zusammenlegung der Felder den Bestand der Feldlerche zu erhalten, entwickelten Landwirte und Biologen ein Konzept, das die Ansprüche der modernen Landwirtschaft und des Naturschutzes verbindet. Zählungen bestätigen den Erfolg. Die Erkenntnisse konnten auf angrenzende Verfahren erfolgreich übertragen werden.

Projektträger der Flurneuordnungen im Oberfränkischen Jura sind Fesselsdorf, Modschiedel, Seubersdorf, Weiden und Zultenberg (Markt Kasendorf, Stadt Weismain und Markt Wonsees, Landkreise Kulmbach und Lichtenfels).

Die Preise wird die Ministerin am 20. Oktober in der Münchener Residenz persönlich überreichen.

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