Schwankungen der Wasserhärte

bis April 2026
FWO Trinkwasserlieferung – Schwankungen in der Wasserhärte bis April 2026
Die Fernwasserversorgung Oberfranken (FWO) informierte kürzlich über eine Maßnahme rund um die Ködeltalsperre, die sich auch auf die Wasserhärten in unserem Stadtgebiet auswirkt. Durch die Absenkung der Talsperre im Frühjahr wegen des geringen Niederschlags 2025 ist der Seestand inzwischen sehr niedrig.
Die FWO hat sich nach intensiver Prüfung daher entschlossen, durch Mehrbezug von anderen Standbeinen das Talsperrenwasser vorübergehend zu "schonen“. Es wurden deshalb zusätzliche Mengen sukzessive in Teilen des FWO-Netzes eingespeist. Dies führt im Vergleich zur bisherigen Betriebsweise hauptsächlich zu Veränderungen der Wasserhärte, da das FWO-Trinkwasser aus der Ködeltalsperre (sehr) weich ist.
Bei dem in Teilgebieten nun anstelle des Talsperrenwassers eingespeisten Trinkwasser, das aus dem Süden vom Zweckverband Wasserversorgung Fränkischer Wirtschaftsraum (WFW, Nürnberg) kommt, handelt es sich um mittelhartes Wasser.
Für die FWO steht nach der Beendigung der Sanierungsmaßnahme an der Hochwasserentlastungsrinne folgende Frage im Zentrum: Wie wird sich der Seespeicher im Winter 2025/26 füllen? Tatsache ist, dass nach der massiven Absenkung durch den Freistaat im Winter 2024/25 der Seepegel sich durch den relativ geringen Niederschlag im Laufe des Jahres noch nicht erholt hat und die TS Mauthaus aktuell noch immer unterdurchschnittlich gefüllt ist. Für die Befüllung sind nun die kommenden Monate entscheidend, d. h. die Niederschläge zwischen Dezember und Februar sorgen ganz überwiegend für die Befüllung des Sees. Im Zeitraum ab April füllt sich die Talsperre nicht (mehr), sondern nimmt im Jahresverlauf kontinuierlich ab.
Der Monat Dezember wird entsprechend der Vorhersagen wieder unterdurchschnittlich in Bezug auf die Niederschläge ausfallen; eine Prognose darüber hinaus ist sehr schwierig. Dies führt dazu, dass sich die FWO entschlossen hat, die derzeitige Bezugssituation über das Jahresende hinaus fortzuführen. Konkret ist beabsichtigt, um weiterhin die TS Mauthaus „zu schonen“, die übrigen Standbeine in der bislang bekannten Größenordnung zu nutzen, d. h. von dort mehr als üblich zu beziehen.
Die FWO sieht es als notwendig und sinnvoll an, zunächst die bisherige Verfahrensweise beizubehalten und diese dann umgehend zu beenden, wenn die Talsperre sich absehbar auf ein dann durchschnittliches Niveau füllen sollte. Je nach Niederschlag kann dies binnen kurzer Zeit erfolgen. Eine (vorübergehende) Unterbrechung der Maßnahme und gegebenenfalls eine erneute Umstellung nach ein oder zwei Monaten will die FWO ihren Kunden nicht zumuten.
Das Wasser hat damit ca. 14 °dH Gesamthärte mit einem pH-Wert von ca. 7,7. Allerdings kann auf Grund unterschiedlicher, nicht vorauszusagender Abnahmen im FWO-Netz der pH-Wert zwischen 7,7 und 8,3 und die Gesamthärte zwischen 6,0 und 14,3 °dH schwanken.