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Besuch in Quéven

    Von links: Susanne Bock von Wülfingen (2. Bgm. Burgkunstadt), Marc Boutruche (Bürgermeister von Queven) , Reinhard Huber (DFG-Vorsitzender), Hervé Judic (Dolmetscher) sowie die Weismainer Stadträtin Gabi Huber als Vertretung des kurzfristig verhinderten 2. Bgm. Matthias Müller

    Fahrt der Deutsch-Französischen Gesellschaft Obermain zur Partnerstadt Quéven

    „Wir wollen die Städte-Partnerschaft weiterleben und haben uns daher entschieden, durch den Besuch einer kleinen Delegation aus Vorstandschaft und kommunalen Vertretern wieder in den persönlichen Austausch zu kommen", so die Worte von DFG-Vorsitzendem Reinhard Huber. Und so nutzen sie die Herbstferien, um nach über drei Jahren mit einer Delegation aus Weismain, Burgkunstadt und Michelau in die französische Partnergemeinde Quéven zu reisen.

    Die offizielle Begrüßung fand im Rahmen eines kleinen Empfangs im Rathaus statt, bei dem die DFG-Delegation sowie die AFAM (Association Franco-Allemande du Morbihan) von Marc Boutruche, dem Bürgermeister von Queven, und einigen seiner Mitarbeiter und Gemeinderäten begrüßt wurden. Die von den drei Brauereien Günther, Leikeim und Püls gesponserten Biere kamen als Gastgeschenke sehr gut an. Auch wenn es eigentlich keine Geschenke geben sollte, freute man sich über das fränkische Bier und versprach, dieses in geselliger Runde zu genießen.

    Bereits im Vorfeld erwartete die acht Oberfranken eine Stadtrundfahrt, begleitet von den Stadträten Jean-Pierre Allain und Bertrand Rico. Die Partnerstadt hat 9.000 Einwohner, ca. 300 Firmen und mehr als 4.000 Arbeitnehmer. Mehrere neue Baugebiete sind in den letzten Jahren entstanden. Der Stolz der Stadt ist die Mediathek, bestückt mit über 30.000 Exemplaren, die von ca. 2000 Mitgliedern genutzt wird.

    Beim anschließenden Abendessen mit typisch französischen Spezialitäten nutzten auch zweite Bürgermeisterin Susanne Bock von Wülfingen, Altbürgermeister Heinz Petterich (beide Burgkunstadt) sowie Stadträtin Gabi Huber (Weismain) den freundschaftlichen Rahmen, um mit Marc Boutruche und den französischen Freunden über die Partnerschaft zu sprechen. In einem Sprachmix aus Französisch, Deutsch, Englisch und mit Hilfe des Google-Übersetzers wurden viele unterschiedliche Themen - egal ob Weltpolitik, Vereinsleben, Kultur, Leben, Essen – angesprochen.

    Neben den offiziellen Teilen wurde das sonnige Herbstwetter für Erkundungstouren genutzt, um Land und Leute kennen zu lernen. Bei allen Ausflügen wurde die Reisegruppe von den französischen Freunden Hervé Judic und Bertrand Fuchs begleitet. Beide sind große Frankenfans, sprechen sehr gut Deutsch und fungierten die kompletten Tage als persönliche Reiseführer und Dolmetscher. So ging es nach Penmarch zum Leuchtturm von Eckmühl, der nach 307 Stufen eine wunderbare Aussicht über den Atlantik bot. Hier konnte man am eigenen Leib die Windkräfte in luftiger Höhe spüren.

    Weiter auf dem Programm stand der Besuch im Künstlerdorf Pont-Aven. Hier hieß es, "auf den Spuren vom Maler Paul Gauguin und weiteren bekannten Künstlern". Beim Vorbeischlendern an den vielen Galerien konnte man einen guten Eindruck gewinnen, welche Auswirkungen Künstler auf eine Kleinstadt haben können. Noch heute kommen viele Touristen nur deswegen. Natürlich locken auch die kleinen Wege entlang des Aven, der sich durch den kleinen Jachthafen bis zum Meer schlängelt. An diesem Tag ging es noch weiter nach Concarneau und seinem Altstadtkern dem "Ville close". Die von der alten Stadtmauer eingerahmten zahlreichen Bistros luden hier zum Crêpe essen ein.

    Auch in der Bretagne gibt es in vielen Dörfern am Donnerstag den regionalen Markt. Ein 'Grüner Markt' mit anderen Spezialitäten gab es in Hennebont, der Partnerstadt von Kronach. Neben Gemüse, Obst und Käse bekommt man dort auch den heimischen Fisch und natürlich die Spezialitäten wie Hummer, Thunfisch, Muscheln und Austern. Nach dem kulinarischen Highlight ging es weiter nach Vannes. Die Altstadt mit ihren vielen Fachwerkhäusern erinnert hier an die fränkische Baukunst. Vielleicht auch ein Grund, warum sich Franken und Bretonen so gut verstehen. 

    Nach einer Stadtrundfahrt am Freitag  durch Lorient und dem Besuch des größten Fischereihafens der Bretagne ging es bei bestem Wetter direkt an den Strand von Larmor-Plage. Dort konnte, wer wollte, ein Bad im Atlantik genießen oder einfach nur Sonne tanken. Dolce Vita in Frankreich.

    Damit auch die beiden Vereine wieder besser in den persönlichen Austausch kommen, lud am Freitagabend die neugewählte Vorstandschaft der AFAM Claudine Mahéo (Präsidentin), Anne-Marie Audren und Astrid Kerjean-Dujardin zum Abendessen ein. Die Vorstandsmitglieder der DFG Reinhard Huber und Andreas Ender nutzten die lockere Atmosphäre, um Termine und Besuche für das Jahr 2023 abzustimmen. Beide Seiten möchten wieder gegenseitige Besuche organisieren und freuen sich heute schon auf die Pfingstferien. Auch Einladungen für das Burgkunstadter Altstadtfest 2023 erfolgten.

    Für eine Überraschung kurz vor der Abreise sorgten Jean-Luc Ramel und seine Frau mit selbstgebackenen Crêpes in den verschiedensten Varianten, so dass während der langen Rückfahrt alle bestens versorgt waren.

    Die Delegation war sich einig: "Quéven und die Bretagne sind immer eine Reise wert, auch wenn die Anreise etwas länger dauert".

    Dank für die finanzielle Unterstützung galt den Kommunen Altenkunstadt, Burgkunstadt und Weismain - letztere stellte ihren City-Bus zur Verfügung, so dass die Sprit- und Mautkosten minimiert werden konnten.

    Die Partnerschaften sind inzwischen über 15 bzw. 10 Jahre alt. Nachdem der erste Austausch, Besuche und Kontakte zwischen einigen Bürgern bereits seit 2001 stattfanden, entschieden sich im Jahre 2006 Altenkunstadt und Weismain, eine Städtepartnerschaft mit Quéven zu schließen. 2011 trat Burgkunstadt der Partnerschaft ebenfalls bei. Weitere Informationen über https://dfg-obermain.de.tl/)

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