Rundgang durch das Museum

Historische Einblicke

Wappen des Fürstbischofs Lothar Franz von Schönborn

Das NordJURA-Museum ist im Weismainer Kastenhof untergebracht. Dieses Gebäude wird 1479 als „Hof des Kastners“ zum ersten Mal erwähnt. Die Berufsbezeichnung Kastner wurde im Mittelalter und der frühen Neuzeit für einen fürstbischöflichen Verwaltungsbeamten gebraucht, der insbesondere für die Einnahme der Steuern zuständig war.
Der Neubau des Gebäudes wurde von 1701 bis 1703 vom berühmten Baumeister Johann Leonhard Dientzenhofer durchgeführt. Dieser handelte im Auftrag des Bamberger Fürstbischofs Lothar Franz von Schönborn, der den Kastenhof auch selbst als Wohnsitz in Anspruch nahm, wenn er sich in Weismain zur Jagd aufhielt.

Im 19. Jahrhundert wurde der Kastenhof als Finanzamt genutzt. In den 1930-er Jahren diente das Gebäude als Lager für den Reichsarbeitsdienst. Später, in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts, gingen hier Kinder in den Kindergarten und in die Schule.

1907 gründete die Stadt im Rathaus ein kleines Heimatmuseum, dessen regionalgeschichtliche Sammlung die Grundlage für das  heutige NordJURA-Museum bildet. Im Mai 2004 ist das Museum auf einer Ausstellungsfläche von rund 600 m² im Kastenhof neu eröffnet worden. Im NordJURA-Museum, das als Landschaftsmuseum für die nördliche Fränkische Alb angelegt ist, finden sich zahlreiche Sammlungen. Thematisiert werden die Geschichte Weismains, der Dreißigjährige Krieg, das religiöse Leben am Obermain, Handwerk und Gewerbe rund um Weismain, Bierbrauereien sowie die Fauna und Flora im Nordjura-Gebiet mit seiner vielfältigen Mühlen-Landschaft.

 

Abteilung "Wehrhafte Stadt"

Blick in die Abteilung „Wehrhafte Stadt“

Belagerung der Stadt Weismain

Belagerung der Stadt im Dreißigjährigen Krieg

Konfessionen und religiöses Leben am Obermain

Biergenuss: Von der Kommunbräu zu den Privatbrauereien